Heiraten für Fortgeschrittene

Hochzeit

Die besten Gründe für eine Ehe

Im Jahr 2013 haben sich 373.655 Menschen deutschlandweit das Ja-Wort gegeben, wobei im gleichen Zeitraum 169.833 Verbindungen geschieden werden mussten. Generell suggeriert die relative Zahl, dass die Ehe in Deutschland nach wie vor ein beliebtes sowie traditionelles Institut ist. Besonderen staatlichen Schutz genießt der Ehestand auch durch die Verfassung. Nichtsdestotrotz neigen sowohl Männer als auch Frauen dazu, andere Wege einzuschlagen, und dem Ehebund den Rücken zu kehren. Kritiker verweisen in diesem Zusammenhang auf den seit den 70er Jahren kontinuierlichen Anstieg der Scheidungen. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Gründen, um mit seinem Partner eine Ehe einzugehen. Zu diesem Ergebnis kamen auch die Richter des Bundessozialgerichts in Kassel.

Der Bund fürs Leben wirkt positiv auf die Partnerschaft:

Wer die Ehe nicht mit dem Hintergedanken eingeht, dass die Scheidung schon hinter der nächsten Tür lauert, wird einen positiven Einfluss auf die Partnerschaft bemerken können. Der Bund fürs Leben wird insbesondere auch deswegen geschlossen, da Krisen, die in jeder Beziehung auftauchen können, während des Ehelebens besser gelöst werden können. Dadurch wird auch die Beziehungsqualität der Partner verbessert. Die Hemmschwelle, den Partner zu verlassen, liegt deutlich höher als bei einer nichtehelichen Partnerschaft. Probleme werden gemeinsam gelöst, ohne dass die Flucht nach vorne angetreten wird. Bevor sich Eheleute scheiden lassen, werden sie ihre Situation mehrfach überdenken, um möglicherweise doch noch den entscheidenden Ausweg zu finden. In einer Partnerschaft, der kein Vertrag zu Grunde liegt, ist eine deutlich höhere Fluktuation zu beobachten. Da die Ehe zudem innerhalb der Gesellschaft einen besonderen Wert genießt, wird zumindest auch jeder zehnte Bund aus dem Grund geschlossen, weil die Partner dadurch einen höheren Sozialstatus erreichen. Außerdem bietet die Institution auch finanzielle Vorteile, zumal nicht nur gemeinsames Vermögen erwirtschaftet wird, sondern auch die Besteuerung ausgewählt werden kann. Derartige pragmatische Vorteile beeinflussen sicherlich die persönliche Entscheidung, den Partner zu heiraten. Letztendlich handelt es sich aber nicht um die ausschlaggebenden Gründe. Stattdessen genießen nach wie vor Liebe und Romantik oberste Priorität. Die meisten Partnerschaften erkennen in der Ehe auch die Voraussetzung für die Familienplanung. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Bundessozialgericht, das in einer jüngeren Entscheidung ausgeführt hat, dass der Bund fürs Leben den "Kindeswohlbelangen mehr Rechnung" tragen würde als dies in einer nichtehelichen Partnerschaft der Fall ist. Durch das Eheband wird Kindern ein privates soziales Netzwerk geboten, so dass sie in einem klar definierten sowie stabilen Umfeld aufwachsen können. Die Familie als Keimzelle einer Gesellschaft ist folglich für die Mehrheit der Bevölkerung von dem Ehebund abhängig.

Wenn aus Liebe eine Lebensgeschichte wird:

Neben dem gemeinschaftlichen Gründen spielen auch individuelle Vorstellungen eine bedeutende Rolle, wenn Menschen sich für eine Hochzeit entscheiden. Einige Eheleute möchten ihr Glück vor Gott unter Beweis stellen. Sie heiraten dementsprechend auch aus religiösen Motiven. Darüber hinaus vermittelt der Bund fürs Leben auch Sicherheit, da aus dem Eheversprechen zugleich hervorgeht, dass sich der Partner dauerhaft zu der Beziehung bekennt. Häufig heiraten Menschen bereits in jungen Jahren. Dennoch wird der Blick auch schon auf das Alter gerichtet. Die Tatsache, im hohen Alter die Vorteile einer festen Beziehung genießen zu dürfen, ist ein wichtiges Kriterium, das Sicherheit schafft. Weiterhin ist der Ehering auch ein Symbol für die Außenwelt. Eheleute setzen mit ihrer Heirat ein starkes Signal, da sie der Umwelt zeigen, dass sie als Menschen zusammengehören. Teilweise wird auch die Auffassung vertreten, dass der Ehestand die Möglichkeit bietet, den Nachnamen zu wechseln, was wiederum den Einheitsgedanken fördert. Es ist ferner wissenschaftlich erwiesen, dass Paare insgesamt glücklicher sind als Singles. Verheiratete genießen darüber hinaus noch einen besonderen Vorteil. Die beiden Wissenschaftler Howard Friedman sowie Leslie Martin haben herausgefunden, dass insbesondere Männer von der ersten Ehe profitieren können. Innerhalb der Gemeinschaft helfen sich die Partner gegenseitig, Stress abzubauen. Außerdem achten insbesondere Ehefrauen auf einen gesunden Lebensstandard, so dass die Lebenserwartung letztendlich erhöht wird. Der wichtigste und zentrale Grund, warum Menschen auch in Zeiten einer anwachsenden Scheidungsrate noch immer an die eine Partnerschaft glauben, ist, dass die Ehe nach wie vor der schönste Liebesbeweis ist. Das menschliche Lebensglück findet in der Eheschließung den persönlichen Höhepunkt.